[[ Bruckhausen - Realitätsverlust oder üble Propaganda bei der Duisburger SPD

Der Widerstand gegen den Abriss von Bruckhausen scheint doch Wirkung zu zeigen, denn anscheinend glaubt die Duisburger SPD propagandistische Schützenhilfe zu brauchen. Deshalb lud man NRW-Bauminister Michael Groschek ein. Die nach dem Besuch verteilte Pressemeldung ist ein Glanzstück der Propaganda, durch ein Spiel mit Autorität und Referenz, vor allem aber durch die gezielte Umdeutung von Begriffen wird schamlos versucht, die öffentliche Meinung zu manipulieren.

Experten für Stadtumbau

Mit dem NRW-Bauminister holt man qua Amt einen Experten für Stadtplanung, zumindest entsteht dieser Eindruck, und dieser Experte ist beeindruckt und überzeugt, so sehr sogar, dass er das Projekt Duisburg Bruckhausen als Vorlage für andere Städte mit ähnlichen Problemen benutzen möchte. Auch aus den Fehlern möchte er lernen, so offen ist der Minister, dass noch mehr Offenheit kaum geht.

Als zweite Expertin entpuppt sich Sarah Philipp, MdL für den Wahlkreis Duisburg Süd, bei der darauf verwiesen wird, sie sei Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss des Landtags. Frau Philipp ist studierte Geografin und war vor ihrer Wahl in den Landtag Mitarbeiter im Planungsamt der Stadt. Sie erklärt die Besonderheit von Duisburg bzw. Bruckhausen. Während andere Städte wachsen, schrumpft Duisburg, deshalb sind hier andere Stadtplanungsmaßnahmen erforderlich als in anderen Städten.

Wenn Frau Philipp vor ihre Landtagstätigkeit im Planungsamt der Stadt gearbeitet hat, stellt sich die Frage, was sie dort getan hat und in wie weit sie in die Vorbereitung bzw. den Abriss von Bruckhausen verstrickt ist. Spricht hier das Mitglied des Landtagsausschusses Stadtentwicklung oder die ehemalige Mitarbeiterin des Stadtplanungsamtes?

Umdeutung der Begriffe

Abriss gleich Umgestaltung

Die SPD-Duisburg spricht von Umgestaltung des Quartiers und der Umgestaltung bestimmter Plätze und meint Flächensanierung.

Der Blick aufs Detail

Die Rede ist weiter von markanten Stationen des Stadtviertels und Details wie die Grenzziehung des Abrissgebietes. Damit wird der Eindruck erweckt, gezielt einzelne Schwachstellen zu beseitigen. Der Abriss ganzer Straßenzeilen läßt für einen Blick auf Details allerdings nur wenig Raum.

Denkmalschutz

Vom Denkmalschutz einzelner Gebäude ist die Rede. Dabei wird sich in Wahrheit über jeden Denkmalschutz hinweggesetzt wird.

Unkenntnis der Vergangenheit oder absichtliches Ignorieren

Für NRW-Bauminister Groschek ist das alles: Pionierarbeit in Bezug auf den Rückbau und die Aufwertung von benachteiligten Wohnquartieren geleistet. Hier sieht man, wie wichtig gezielte Städtebauförderung des Landes ist.” Einer seiner Vorgänger im Amt, Prof. Christoph Zöpel, der sich inzwischen auch für den Erhalt Bruckhausens einsetzt, hatte der Flächensanierung Anfang der Achtziger Jahre eine Absage erteilt, weil man erkannt hatte, dass damit den Städten geschadet und nicht geholfen wurde. Herr Groschek kennt also weder die Geschichte der Region noch die Geschichte seines Fachs – oder beides ist ihm egal. Soviel zur Expertise von Herrn Groschek.

Frau Philipp malt das Gespenst der Schrumpfung an die noch abzureißende Wand: “Anstelle eines Mangels an Wohnraum müssen wir uns mit Rückbau beschäftigen. Dies bedeutet allerdings nicht nur Abriss, sondern auch, dass der gesamte Stadtteil durch die Sanierung und den Grüngürtel aufgewertet und stabilisiert wird.” Dabei übersieht sie völlig, dass der Versuch, mit Flächenkahlschlag die Lebensqualität zu erhöhen bislang immer gescheitert ist. Soziale Konflikte bleiben trotz Abrissen erhalten. Individualität und Identität einer Stadt aber werden irreversibel zerstört. Kein Wort dazu, dass Lärm- und Staubbelastung laut verschiedener Gutachten durch den Grüngürtel nicht sinken werden. Dinge wie Industriegeschichte und Architekturtradition scheinen Frau Philipp unbekannt zu sein. Da hat die Rocksängerin Doro Pesch aus Düsseldorf mehr von Duisburg verstanden, wenn sie sagt: Duisburg, das ist Stahl, Arbeit und Schweiß.
[Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/doro-feiert-debuet-beim-stadtfest-in-duisburg-id7982368.html]

Warum muss der Stadtteil überhaupt stabilisiert werden? Die Zeit zitiert den Duisburger Planungsdezernenten mit den Worten: “Ein Problemquartier”, so Tum. Dort leben schließlich “Ausländer, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger”. [Quelle: http://www.zeit.de/2013/19/duisburg-abriss-staedtebau/komplettansicht] Dass die Stadt mit ihrer Veränderungssperre absichtlich zum Verfall Bruckhausens beigetragen hat, unterschlagen Tum, Groschek und Philipp.

Was ist das, das die Duisburger SPD hier treibt? Realitätsverlust oder übelste Propaganda?

Flächensanierungen sind gescheitert und vielfach verhindert worden

Für die Hamburger Hafenstraße, Berlin Kreuzberg oder Oberhausen Eisenheim gab es ähnliche Pläne, die nur durch Widerstand aus der Bevölkerung verhindert werden konnten. Weitere Beispiele finden sich auch in Duisburg: Für Ruhrort hatte man ein ähnliches Schicksal vorgesehen wie für Bruckhausen. Immer musste die Bevölkerung gegen Verwaltung und Politik den Erhalt durchsetzen und in allen Fällen war dieser Widerstand richtig. Niemand würde heute bezweifeln, dass der Erhalt der Hafenstraße, Kreuzbergs oder Ruhrorts richtig war.

Historisch gewachsene Identität wird geopfert zu Gunsten einer austauschbaren Seelenlosigkeit aus Stahl und Beton oder Gras: Überall gleich, verwechselbar, belanglos. Dafür Danke SPD und herzlichen Glückwunsch zum 150. Geburtstag.

Die Presse fällt drauf rein – oder macht mit

Die Onlineredaktion von derwesten.de ergänzt zwar den Satz: Unbeeindruckt hingegen war er ganz offensichtlich von der relativ massiven öffentlichen Kritik am Projekt in Teilen der Bevölkerung. Ansonsten fällt man auf die Manipulation entweder herein oder unterstützt sie absichtlich, in dem man im Titel mit dem Groschek-Zitat noch eins draufsetzt: Pionierarbeit ins Sachen Rückbau. Der Artikel bei der westen.de ist leider nicht namentlich gekennzeichnet, so dass ein Ansprechpartner fehlt. Ich hätte gerne gewusst, ob bei derwesten.de absichtlich so gearbeitet wird, oder ob dort niemand erkennt, dass man das Opfer von Manipulation und Begriffsumdeutung wird.
[Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/pionierarbeit-in-sachen-rueckbau-id7981622.html]

Vor allem: Welche Manipulationen, die kritiklos von der Redaktion veröffentlicht werden, erkenne ich gar nicht, weil mir das Hintergrundwissen fehlt ???

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[[ Landesparteitag der Piratenpartei-NRW

Die Protokolle zum Landesparteitag der Piratenpartei-NRW finden sich hier:

http://wiki.piratenpartei.de/NRW:Landesparteitag_2013.1/Protokoll/Samstag

http://wiki.piratenpartei.de/NRW:Landesparteitag_2013.1/Protokoll/Sonntag

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[[ Bürgerbeteiligungssurrogat

Heute beginnt das Charette-Verfahren zu Gestaltung des neuen Bahnhofsvorplatzes. Unter http://www.duisburg.de/micro2/pbv/planen/staedtebauliche_projekte/102010100000399904.php
bietet die Stadt Duisburg weitere Informationen.

Charette kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Karre. Zu mal für Duisburg ein durchaus passender Name, denn die Karre steckt an vielen Stellen tief genug im Dreck.

Zum Charette-Verfahren sind alle Bürger herzlich eingeladen, zumindest die, die fünf Tage Zeit haben, vom 18. bis 22. März von 9:00 bis 21:00 Uhr. Nicht das sich nun etwa jemand noch schnell Urlaub nimmt, weil er glaubt, hier könne er wirklich an der Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes teilhaben. Die wesentlichen Eckpunkte, das neue Hotel und die Multi-Developement-Zentrale kommen genau da hin, wo Multi-Developement und die Firma Steigenberger sie haben wollen. Im Charette-Verfahren geht es nur darum zu entscheiden, ob in den Blumenkästen auf der Platte Tulpen oder Stiefmütterchen gepflanzt werden. Die echte Stadtentwicklung wird weiterhin von “Investoren” geplant und durchgeführt. Wofür haben sich die Herren Link und Tum denn in Cannes auf die MIPIM gestellt, doch nicht, damit jetzt irgendwelche daher gelaufenen Bürger ankommen, und alles über den Haufen werfen.

Letztlich wird diese Beteiligungssurrogat auch dazu dienen, für alles, was nicht gut läuft gleich einen Schuldigen beim Wickel zu haben. Schließlich wollte der Bürger es so …

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[[ Nennenswerte Kriminalität

Nach Worten der Duisburger Polizeipräsidentin Elke Bartels ist Duisburg eine vergleichsweise sichere, normale Stadt in der die Bürger sich in keiner Weise stärker bedroht fühlen müsse, als in anderen Städten. Gegen den NRW-Trend ist in Duisburg die Kriminalität teils sogar am stärksten Rückläufig.

Details finden sich unter:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/zahl-der-einbrueche-geht-zurueck-id7711812.html

den ganzen Bericht gibt es unter:

http://www.polizei.nrw.de/media/Dokumente/Behoerden/Duisburg/Kriminalitaetsbericht_2012.pdf

In dem Bericht geht es um Raub und Diebstahl, Sexualdelikte, Mord und Totschlag, um Drogen. Es ist gut, dass diese Zahlen veröffentlicht werden, rücken sie doch die vielfach empfundene Bedrohung in das Licht, in das sie gehören: Es handelt sich um eben genau das, eine persönliche Empfindung. Dass diese Empfindungen durchaus real sind, will ich nicht bestreiten. Aber ihre Ursachen sind es nicht. Und so können auch Maßnahmen gegen die vermutete Kriminalität nicht dazu beitragen, dieses Empfinden zu ändern.

Natürlich muss jeder Ladensdiebstahl geahndet und jeder Wohnungseinbruch verfolgt werden, zumal die psychologischen Folgen für die Betroffenen oftmals weit schwerwiegender sind als der materielle Verlust. In der geballten Darstellung einer Kriminalstatistik jedoch steckt auch immer die Gefahr, diese Art der Kriminalität über zu bewerten und gleichzeitig eine andere zu übersehen. Die Graubereiche der Kriminalität, die sich mit den Namen “Mercatorhalle”, “Küppersmühle” oder “Landesarchiv” umschreiben lassen, werden überhaupt nicht erfaßt, obwohl ihr gesamtgesellschaftlicher Schaden bei weitem höher ausfällt.

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[[ Über Demonstranten und Populisten

Heute versuchte PRO-NRW auch in Duisburg ihre „Volksinitiative gegen Asylmissbrauch“ zu veranstalten. Schließlich erschienen ca. 15 Leute mit anderthalb Stunden Verspätung vor dem Haus in Bergheim, in dem eine große Zahl von Rumänen und Bulgaren lebt. Von Volksinitiative kann angesichts dieser Teilnehmerzahl wohl nur ironisch sprechen. Gleichzeitig versammelten sich ca. 200 Gegendemonstranten auf einer Solidaritätskundgebung für die Bewohner des Hauses. Veranstalter der Gegendemonstration war das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage.

Angesichts der Teilnehmerzahlen der Pro-NRW-Demo könnte man sich zurück lehnen und beruhigt sagen: In Duisburg haben Rechtsradikale keine Chance. Doch das wäre ein Trugschluss. Viele scheuen sich zwar, zu einer Demonstration von Pro-NRW zu gehen, vertreten aber gerne dieselbe Meinung. Dies erkennt man deutlich, wenn man die Kommentare zu den Berichten in der Presse liest. Völlige Verdrehung der Sachlage und dumpfe Vorurteile regieren. Vielfach ist es der Neid, Neid auf die Ärmsten der Armen, der in den Kommentaren aufblitzt.

12.03.2013 08:36 von damalsinessen | #12
Ja, ja, so ists halt in der EU Gleichmacherwelt…..Kein Wunder das Gott und die Welt nach D kommt, denn hier fließt Milch und Honig. Die Osteuropäer sind schließlich nicht dumm.
Wozu den Monat in der Heimat täglich für 5 Eur, bzw. 150EUR pro Monat arbeiten gehen, wenns bei uns Miete(500 EUR), Nebenkosten(150EUR), Krankenversicherung(350EUR), Hartz(342 EUR) Bargeld und Kindergeld(bspw. für 4 Kinder 750 EUR) für die vielen Kinder gibt….Da lebt sichs wie im Paradies UND DAS MIT NICHTSTUN!!!. Mit ein bissl Schwarzarbeit kommt man auf Beträge, für die NETTO dt. Arbeitnehmer als DOPPELverdiener den ganzen Monat schuften müssen.
Die Wären doch alle dumm, wenn sie nicht zu uns kämen!

12.03.2013 08:06 von Wurzelputz | #9
… Was jetzt unter Armut abläuft ist schlicht und einfach unglaublich zu beschreiben und alles was gerne als Starthilfe gegeben wird als selbstverständlich angesehen und als Dauergabe verlangt.

12.03.2013 07:58 von Jakoko | #8
Da kriege ich Ausschlag wenn ich das lese … wieso in Gottes Namen hat hier jeder der mal eben mit ner 5-Köpfigen Familie hier rüber pilgert Anspruch auf Sozialleistungen?? Während Deutsche einen Amtsstreit nach dem anderen durchmachen müssen!
WIR zahlen das Geld, das die Menschen die einfach hier her kommen, “geschenkt” bekommen…
Die Kassen sind leer?? Ist ja auch kein wunder … denn die die Kohle kriegen stehen ja in keinem Verhältnis zu denen, die Steuern und Sozialabgaben zahlen …
“Hallo, wir sind Deutschland! Kommt rein! Hier kriegt ihr Geld fürs NICHTSTUN! Für die Belagerung von Stadtteilen und ganzen Städten! Und irgendwann, klar … irgendwann gehört dieses Land euch!!! Versprochen!!”

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/wie-ein-haus-in-duisburg-zum-symbol-der-armutszuwanderung-wurde-id7711235.html

Deshalb noch einmal:
Diese Menschen sind keine Asylbewerber und sie können kein Asyl beantragen, sie genießen als EU-Bürger Freizügigkeit.
Sie dürfen hier nicht arbeiten, es sei denn als hochqualifizierte oder als Selbstständige.
Sie erhalten keine Sozialleistungen, d.h. auch kein Hartz IV.
Sie bekommen Kindergeld und verdingen sich für Stundenlöhne von 2-3 Euro auf dem sogenannten “Arbeiterstrich”.

Wir können also festhalten: In Duisburg gibt es kein Problem mit Rechtsradikalen in Organisierter Form. Was da zustande kommt, ist kaum mal lächerlich. Wir haben in Duisburg aber ein massives Problem mit rechtsradikalem Denken in den Köpfen unserer Nachbarn. Das ist vielleicht noch viel gefährlicher. Es sind nicht die Männer mit Glatze und Springerstiefel, sondern die gutbürgerlichen Familien, in denen rechtsradikale Propaganda auf fruchtbaren Boden fällt. Und leider nicht nur die.

Bei der Gegenkundgebung des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage sprachen unter anderem Oberbürgermeister Sören Link, Pfarrer Heiner Augustin. Ebenfalls zu Wort kommen sollte eine 14 Jahre alte Rumänin, die im Hochhaus wohnt.
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/solidaritaet-gegen-rechtspopulisten-von-pro-nrw-in-duisburg-id7713531.html

Ein Tag zuvor hatte OB Link in der WAZ im Interview gesagt:
Hinzu kommt, dass die Kleinkriminalität stark gestiegen ist, durch Einbrüche, aggressives Betteln, Prostitution.
http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/wie-ein-haus-in-duisburg-zum-symbol-der-armutszuwanderung-wurde-id7711235.html

Am selben Tag wurde auch die Kriminalstatistik veröffentlicht. Demnach ist Links Aussage falsch.
Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr weniger Einbrüche. … Bei der Duisburger Polizei wurden im Vorjahr 1590 Einbruchsfälle angezeigt, das waren 199 oder rund vier Prozent weniger als noch 2011. Das ist deshalb bemerkenswert, weil die Deliktzahlen für das Land NRW im
Gegensatz dazu um 7,5 Prozent gestiegen sind.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/zahl-der-einbrueche-geht-zurueck-id7711812.html

Was soll das? Von anonymen Postern im Internet kann man vielleicht nichts anderes erwarten. Vom Chef der Duisburger Verwaltung und Vorsitzendem des Duisburger Stadtrates aber schon. Ist der OB nicht informiert oder verdreht er bewusst die Tatsachen? Warum unterstützt der Oberbürgermeister von Duisburg mit falschen Aussagen das rechtspopulistische Denken? Wie kann er gleichzeitig auf der Gegendemo sprechen? Wie passt das alles zusammen?

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[[ Themen der Woche KW 11

1. Besetzung der Dezernenten Umwelt und Kultur
1.a. Kultur
Die SPD hat sich auf Thomas Krützberg als Nachfolger von Karl Janssen als Kulturdezernet geeinigt. Zuerst hatte ich gedacht, schlimmer als Janssen kann es nicht kommen, doch dann hörte ich, dass auch Heiko Blumenthal, Mitglied des Rates für die SPD und Fraktionsgeschäftsführer in Oberhausen als Kandidat gehandelt wird. Außerdem erzählte mir ein ehemaliger Duisburger Schulleiter, inzwischen Pensionär, OB Link habe ihn angerufen und ihm den Posten des Kulturdezernenten angeboten. Man sucht dringend einen parteilosen Kandidaten. Diese Suche ist wohl erfolglos geblieben.
Ich kenne Thomas Krützberg nicht. Aber ich denke, es hätte schlimmer kommen können. Der Chef geht und jemand aus der zweiten Ebene folgt ihm nach. Das ist durchaus konsequent. Schließlich gehören die Bereiche Jugend und Bildung ebenfalls zum Kulturdezernat. Angesichts der bisherigen Personalpolitik der SPD bleibt aber ein ungutes Gefühl. Wäre die Wahl auch auf Krützberg gefallen, wenn man ein anonymes Bewerbungsverfahren gewählt hätte?

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/jugendamtsleiter-soll-dezernent-werden-aimp-id7690016.html

1.b. Umwelt
Ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren hätte sicher auch den Grünen geholfen, die sich auf eine Kandidatin festgelegt haben, aber keine finden konnten. Jetzt droht, was bei den Duisburger Grünen immer dreut: Ein Streit zwischen Partei und Fraktion. Denn die Fraktion könnte sich einfach über das Nicht-Ergebnis hinwegsetzen und einen der vier Bewerber/innen aus der engeren Wahl vorschlagen.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/umwelt-dezernat-gruene-fanden-keine-geeignete-kandidatin-id7705138.html

PS: Am 12.06.2012 forderte die SPD-Fraktion im Bundestag: Zahlreiche Studien zeigen, dass mit anonymisierten Bewerbungen Diskriminierung aufgrund des Namens, Alters und Geschlechts abgebaut werden kann.

http://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/menschen-mit-migrationshintergrund-brauchen-neue-chancen-auf-dem-arbeitsma

Auch die Grünen fordern seit dem 17.04.2012: Jetzt ist die Zeit zum Handeln gekommen. Wenn der Abschlussbericht der Antidiskriminierungsstelle wirklich so positiv ausfällt, sollten grundsätzlich sämtliche Stellenausschreibungen des Bundes umgehend auf das anonymisierte Bewerbungsverfahren umgestellt werden. Denn warum sollte die Bundesregierung der Privatwirtschaft dieses Verfahren empfehlen, sich aber selber nicht daran halten?

http://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2012/april/anonyme-bewerbungen-zeit-zum-handeln_ID_408259.html

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[[ Einigung zu Loveparade Gedenkstätte

Das ist sie nun, die Einigung zur Loveparde-Gedenkstätte – oder nicht? Um es vorweg zu sagen: Ich verstehe jeden, der der Auseinandersetzungen müde ist, es schlicht nicht mehr aushält und nicht mehr weiter streiten kann und nun bereit ist hinzunehmen, was Krieger und die Stadt anbieten. Auf der anderen Seite verstehe ich aber auch all diejenigen, die denken, dass es sich um einen faulen Kompromiss handelt und man eigentlich weiter streiten müsste.

Es bleiben die Treppe und die Wand erhalten. Von der gesamten Rampe bleiben acht Meter. Von der (bedrückenden) Atmosphäre, die der Platz jetzt hat, wird nach der “Gestaltung” nicht viel übrig bleiben.

Die Zermürbungstaktik von Krieger und Stadtverwaltung hat es also geschafft, die Gedenkstätte möglichst klein und im Boden versenkt zu verstecken. Obendrein ist es noch gelungen, einen Keil zwischen die Hinterbliebenen und Opfer zu treiben.

Nach bald drei Jahren hat die Staatsanwaltschaft es noch immer nicht geschafft, ein Verfahren zu eröffnen. Einer der Hauptverdächtigen ist mittlerweile gestorben, ein anderer in Rente. Die anderen sind alle noch in denselben Positionen beschäftigt, in denen sie schon bei Planung der Loveparade waren. Es muss unerträglich sein, für Verletzte und Hinterbliebene, aber auch für diejenigen, die bei der Staatsanwaltschaft als Verdächtige geführt werden, so lange mit dieser Hängepartie leben zu müssen.

Die Loveparde und ihre schrecklichen Folgen werden uns noch lange begleiten.

Quellen:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/gedenkstaetten-planung-erneut-veraendert-id7568475.html
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/hinterbliebene-und-kurt-krieger-einigen-sich-auf-gestaltung-der-loveparade-gedenkstaette-id7576224.html
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ein-entscheidender-meter-aimp-id7577929.html

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[[ Die Piratenpartei und die katholischen Krankenhäuser

Am Wochenende hat die Piratenpartei NRW ihre Kandidatenliste für die Bundestagswahl aufgestellt. Dazu gehört auch eine befragung der Kandidaten.

Ich bin kein Fan von Udo Vetter und hätte es lieber gesehen, wenn er nicht auf der Liste stünde. Richtig Angst und Bange wird mir aber, wenn ich mir vorstelle, dass seine Befrager selber kandidieren und in Machtpositionen gelangen.
Die Eindringlichkeit, mit der Vetter nach der Verteidigung rechtsradikaler Mandanten gefragt wurde, gipfelte in der Frage, ob er ethischen Grenzen seiner Mandate kenne und ob er auch Anders Breivik verteidigen würde. Vetter gab die einzig richtige Antwort, dass es eine ethische Grenze zur Übernahme von Mandaten nicht gebe und auch nicht geben dürfe.
Da die Frage sehr suggestiv und mehrfach gestellt wurde, kann man davon ausgehen, dass der Fragestelle sehr wohl der Meinung ist, dass
1. Anwälte mit ihren Mandanten sympathisieren müssen um ein Mandat zu übernehmen und
2. es Grenzen geben muss, hinter denen einem Angeklagten moralisch kein juristischer Beistand mehr zusteht.
Was sonst ist die Konsequenz der Frage? Vertritt man den Standpunkt, das es ethische Grenzen des Mandats gibt, kann das nur heißen, dass Angeklagte, bzw. schon Verdächtige keinen juristischen Beistand bekommen. Ohne juristischen Beistand bekommen sie kein rechtstaatliches Verfahren. In Deutschland gilt für alle Angeklagten die Unschuldsvermutung. Schuldig ist, wer durch ein Gericht schuldig gesprochen wird. Die Ablehnung eines Mandats aus ethischen Gründen, verhindert nicht nur ein rechtstaatliches Verfahren, sondern hebt darüber hinaus auch noch die Unschuldsvermutung auf.
Die Frage, wo diese “ethische” Grenze liegt, lässt sich aus der gestellten Frage nicht ableiten. In der Regel werden solche Grenzen nach dem Gefühl der “recht und billig” Empfindenden festgesetzt. Offensichtlich hatte auch der Fragesteller eine Grenze im Kopf, leider wissen wir nur, das die Verteidigung Breiviks für ihn jenseits seiner ethischen Grenze liegt.

Wie würde ein Rechtssystem aussehen, dass bei bestimmten Vergehen auf eine Verteidigung des Verdächtigen und damit auf ein anständiges Gerichtsverfahren verzichtet? Und wo liegt diese vorgeblich “ethische” Grenze, die dann auch ausgesprochen gezogen werden müsste? Und was passiert hinter dieser Grenze? Gibt es dann eine “Piraten-Scharia”?

Der Vorwurf gegen Udo Vetter, er kenne keine “ethische” Grenze, hinter der keine Mandate zu übernehmen sind, fällt auf den Fragesteller zurück, denn die Gesellschaftsordnung, die er – implizit – fordert, ist eine nicht rechtstaatliche, vielmehr willkürliche Ordnung. Der Fragesteller vertritt damit eine Gesellschaftsordnung, die in vielen Aspekten dem entspricht, wie sie von den Menschen gefordert wird, deren juristischen Unterstützung er Udo Vetter vorwirft. Er bewegt sich somit selber hinter der von ihm gezogenen “ethischen” Grenze – und das auch noch, ohne es zu bemerken.

Ich weiß nicht, wer der Fragesteller war, ich hoffe nur, dass er niemals für irgend ein Amt oder Mandat kandidiert. Eine Gesellschaft nach seinen Vorstellungen macht mir Angst. Ich empfehle ihm vielmehr dringend, die letzten rund 250 Jahre Rechts- und Gesellschaftsgeschichte seit der Aufklärung nachzuholen, bevor er wieder meint, mit Ethik argumentieren zu können.

Vor wenigen Tagen sorgte eine Kölner Klinik für Aufsehen, weil sie eine vergewaltige Frau abwies und ihr die “Pille danach” verweigerte.

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/abgewiesenes-vergewaltigungsopfer-kritik-an-katholischen-kliniken-und-der-kirche-von-allen-seiten/7649804.html

Auch hier bestimmte jemand die Grenzen der Ethik, nicht im Falle eines Rechtsanwaltes, aber im Falle eines Arztes. Daher sind beide Vorgänge miteinander vergleichbar. Von irgendeiner Stelle, die von höherer Erkenntnis erleuchtet zu sein glaubt, wird festgelegt, was moralisch noch geht und was nicht. Anscheinend haben die Piratenpartei und die katholische Kirche doch mehr miteinander gemein, als sie wahrhaben wollen.

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[[ Jakob Arjouni ist gestorben

Wie der Diogenes Verlag bekannt gab, ist der Schriftsteller Jakob Arjouni im Alter von nur 48 Jahren an einem Krebsleiden gestorben.

Mit ihm verliert die deutsche Literatur einen derjenigen, die mit Ironie vom Leben erzählten, ohne in Selbstbespiegelung und Bedeutungslosigkeit zu versinken. Die Gesellschaft, die er beschreibt, ist zutiefst zerstört, aber niemals hoffnungslos. In seinen Romanen sind die schrägen Typen die Helden, die mit Volldampf auf der Verliererstraße nach vorne brettern.

Ich habe seine Bücher gerne gelesen.

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[[ Das Neueste von der Küppersmühle

Das neueste von der Küppersmühle berichtet derwesten.de unter:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/kueppersmuehlen-fiasko-kostet-duisburger-gebag-37-millionen-euro-id7489203.html

Die Schuld von Cremers und Wolf-Kröger besteht darin, nicht NEIN! gesagt zu haben. Für sowas ist die Gebag nicht da! Genau dafür werden sie gut bezahlt. Aber da haben sie sich von der Politik unter Druck setzen lassen, von Sauerland und vor allem von Karl Janssen.
Karl Janssen ist 2009 zum Kulturmanager des Jahres gewählt worden. Diese Auszeichnung wird vergeben von – na, raten Sie mal – von jemandem der gerne das Museum Küppersmühle groß und aufwendig haben wollte. So wäscht dann eine Hand die andere.
Der Rechnungsprüfungsbericht der Gebag sagt übrigens, dass der Aufsichtsrat keine Verantwortung für das Debakel hat, weil er nicht ausreichend informiert wurde. Lustig. Es ist wieder genau wie bei der Planung der Loveparade: Jeder Normalbürger schlägt bei den Planungen die Hände über dem Kopf zusammen, aber die Fachleute können keine Probleme erkennen – bis es dann schief geht.

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[[ Loveparade-Gedenkstätte gefährdet ???

Gestern war noch in der WAZ zu lesen, dass sich OB-Link “moderierend” für die Loveparade-gedenkstätte einsetzen will.


Eine Hängepartie gibt es auch weiterhin um die Loveparade-Gedenkstätte. Wird sie zum dritten Jahrestag fertig sein?

Link: Das ist das Ziel, übrigens auch das des Herrn Krieger als Grundstückseigentümer. Aber wir haben noch kein endgültiges Ergebnis. Ich hoffe, dass wir Anfang des Jahres in dem Punkt zu einer Aussage kommen können. Ich kann nicht ausschließen, dass mit diesem Ergebnis nicht alle vollständig zufrieden sein werden. Ich werde alle Möglichkeiten nutzen, um in meiner Moderationsfunktion an der Seite der Angehörigen und ihrer Interessen zu stehen. Die Gedenkstätte ist für die Stadt moralisch, emotional und politisch sehr wichtig. Gleichzeitig haben wir auch ein Interesse daran, dass die Freiheit entwickelt wird.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/loveparade-gedenkstaette-page3-id7439860.html

Heute Twittert Dr. Motte:

Dr. Motte @Dr_Motte

#Skandal! Verhandlung über #Loveparade #Gedenkstätte #Duisburg gescheitert! Möbelmogul Kurt #Krieger darf ab 21.1.2012 bauen wie ER! will!

Da scheint ja irgend etwas nicht funktioniert zu haben. Mehr ist aber noch nicht öffentlich geworden. Warten wir ab …

UPDATE:

Inzwischen berichtet auf die WAZ:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/kurt-krieger-brach-verhandlungen-ueber-loveparade-gedenkstaette-ab-id7452801.html

Dann kann der Stadtrat eigentlich die erforderliche Fläche nur noch enteignen – was er aber nicht tun wird. Mit dem Hinweis auf die prekären Arbeitsplätze, die Krieger in Duisburg schafft und die wir ja soooo dringend brauchen, wird man ihn das machen lassen, was er von Anfang an wollte.

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[[ Mercatorhaus in Duisburg wieder aufbauen

Das Mercatorhaus wieder aufzubauen ist eine gute Idee. Eine noch bessere Idee wäre freilich gewesen, es gar nicht abzureißen, sondern zu erhalten. Aber die Blindheit der Entscheidungsträger ist vielfach größer als so manches Gebäude und so wird gerne das, was die Identität einer Stadt ausmacht, leichtfertig für den kurzfristigen Kassenausgleich oder auch mal für das persönliche Ansehen geopfert. So kommt es, dass vieles, was zu Belebung und Aufwertung führen soll, sich bei genauerer Betrachtung als Ödnis und Uniformität entpuppt.

Mit fast 100 Jahren Abstand ist man leicht schlauer; heute schlauer zu sein, ist da schon schwieriger.

Fragt sich nur noch, welcher schlauere Oberbürgermeister im Jahr 2093 den Wiederaufbau der Gründerzeithäuser in Bruckhausen, der Tropenhäuser im Botanischen Garten Hamborn oder der Wohnhäuser von Max Taut am Zinkhüttenplatz zu seiner Sache macht – und wer dann dafür bezahlt.

Weitere Informationen:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/haus-von-gerhard-mercator-soll-aufgebaut-werden-id7414658.html

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[[ Flüchtlinge und Menschenwürde

Da beobachtet man seit Tagen die Ereignisse am Brandenburger Tor, wie Flüchtlinge für eine menschenwürdige Behandlung in den Hungerstreik gehen, wie sie von den Behörden schikaniert werden, wie Gerichte sich gegen die Staatsmacht auf ihre Seite schlagen müssen. Und dann das: Duisburg will Asylbewerber in Abrisshäusern unterbringen. (http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburg-will-asylbewerber-in-abrisshaeusern-unterbringen-id7252280.html)
Manchmal kann man sich nur wundern, in welchem Paralleluniversum die Duisburger Stadtverwaltung lebt. Als hätte es den Protest der Flüchtlinge niemals gegeben, wird hier von Herrn Spaniel (Sozialdezernent) und dem SPD-Ratsherrn Manfred Slykers die Welle der Wirtschaftsasylanten, die uns aussagen ins Bild gesetzt.

Alfons Winterseel berichtet auf derwesten.de:
„Wir haben die Zahl der Plätze zur Unterbringung von Asylbewerbern bis zur verantwortbaren Untergrenze abgebaut“, erklärte Sozialdezernent Reinhold Spaniel. …
Was früher einfach schien, nämlich Turnhallen oder nicht mehr benötigte Schulgebäude zu akquirieren, ist heute ein Problem: Die Brandschutzvorschriften, die nach dem Flughafenbrand von Düsseldorf vor Jahren erlassen wurden, und die besondere Situation in Duisburg nach der Loveparade-Katastrophe machen die Nutzung von Gebäuden, die theoretisch in Frage kämen, praktisch unmöglich. …
Nun werden zwei zum Abriss vorgesehene Häuser, die auf Flächen im künftigen Grüngürtel Nord stehen, notdürftig hergerichtet. …
Neben politischen Flüchtlingen aus dem Irak oder aus Syrien seien es nun vor allem Menschen aus Serbien und Mazedonien, die nach Deutschland kämen. „Viele von ihnen sind abgelehnte Asylbewerber, die nun einen Folgeantrag stellen, was auch völlig legal ist“, erklärt Reinhold Spaniel. … Die nach dem Verfassungsgerichtsurteil erhöhten Leistungen für Asylbewerber täten ein Übriges. Er gehe jedoch davon aus, dass in den meisten Fällen vermutlich der Folgeantrag abgelehnt werde. Denn den Erfahrungen nach hätten in der Vergangenheit die Gerichte nur in 0,2 Prozent aller Fälle einem Folgeantrag stattgegeben. …
Weil Duisburg durch den starken Zuzug von geraten sei [sic!], bemühe er sich um einen Aufnahmestopp für Asylbewerber in Duisburg, erklärte Spaniel. Er habe darüber bereits mit Innenminister Ralf Jäger gesprochen. Außerdem habe er angeregt, dass der Bund stillgelegte Kasernen der Bundeswehr für die Aufnahme der Asylbewerber öffnen soll.
Ferner spricht sich der Duisburger Sozialdezernent für die Einführung einer Visumpflicht sowie die Beschleunigung der Asylverfahren aus. „Nur in Belgien, der Schweiz und in Deutschland dauern die Verfahren derart lang.“ Andere Länder würden teilweise innerhalb von 48 Stunden entscheiden. …
Ratsherr Manfred Slykers (SPD) sieht die Zuweisung von Asylbewerbern für Duisburg, insbesondere aber für Marxloh, “sehr kritisch: Duisburg hat jetzt schon riesige Probleme mit einer Zuwanderung aus Südosteuropa. … Die Zuweisung soll bitte nur vorübergehend sein. Die Menschen kommen, weil sie arm sind und ihren Kindern eine Zukunft ermöglichen wollen. Es darf aber nicht sein, dass unsere Stadt die Zeche für eine verfehlte Zuwanderungspolitik der Bundesregierung zahlt. Wir brauchen wieder eine Visumspflicht und ein beschleunigtes Asylverfahren für Asylbewerber, die nach Ablehnung Folgeanträge gestellt haben.“

Das kann doch wohl alles nicht Ihr Ernst sein, Herr Spaniel, Herr Slykers? Sie – und nicht die Flüchtlinge – schaffen hier ein Problem, in dem Sie ein neues Ghetto anlegen.

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[[ Flüchtlinge unterstützen

Hier können Sie einen Petition zur Duldung der Flüchtlinge am Brandenburger Tor unterschreiben:
https://www.change.org/de/Petitionen/dr-christian-hanke-bezirksb%C3%BCrgermeister-berlin-mitte-duldung-der-fl%C3%BCchtlingsproteste-auf-dem-pariser-platz

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[[ Flüchtlingsproteste am Brandenburger Tor

Ich bin entsetzt über das, was in Deutschland möglich ist.

Eine Gruppe von Flüchtlingen ist zu Fuß von Würzburg nach Berlin gelaufen, um dort für
- die Abschaffung des Abschiebegesetzes,
- die Anerkennung ALLER Asylsuchenden als Politische Flüchtlinge,
- die Abschaffung der Residenzpflicht,
- die Abschaffung der Lager und Sammelunterkünfte für Flüchtlinge
zu demonstrieren. Sie halten sich seit dem 24.10.2012 direkt am Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz auf und befinden sich im Hungerstreik.

Dort haben sie aber nur eine Erlaubnis zu demonstrieren, nicht aber zu campieren. Entsprechend werden ihnen von der stets anwesenden Polizei alle Utensilien abgenommen, die den Eindruck erwecken, es handele sich um einen Camping-Ausflug. Je nach Schichtleiter der Polizei geht das unterschiedlich weit: Immer abgegeben werden müssen Luftmatratzen und Iso-Matten, manchmal sind es auch die Regenschirme und Rettungsdecken, in die sich die frierenden Menschen hüllen. Nachts werden sie von der Polizei gestört und am Tage eingeschüchtert.

Für die Presse ist das aber irrelevant, schließlich tobt Wirbelsturm Sandy über der Ostküste der USA. Einige weibliche Mitglieder der Piratenpartei kündigten an, barbusig für Solidarität mit den Flüchtlingen zu demonstrieren. Daraufhin erwachte das Interesse der Presse; alle waren gekommen, aber sie wurden enttäuscht. Statt nackter Tatsachen gab es Hohn und Spott über die Medien, die für nackte Frauen, aber nicht für frierende Flüchtlinge kamen. Berichte darüber findet man wieder nur sehr wenige, was konnte man auch anderes erwarten. Nackte Brüste sind relevant, Flüchtlinge im Hungerstreik sind es nicht.

Am heutigen Dienstag ist der türkische Ministerpräsident Erdogan auf Staatbesuch in Berlin. Anlass ist die Eröffnung der neunen türkischen Botschaft. Da stört ein solcher Schandfleck natürlich auf dem Prachtplatz und muss möglichst unauffällig unter den Teppich gekehrt werden. Inzwischen haben sich aber zahlreiche Unterstützer eingefunden, die Berliner Piraten haben einen
einen Live-Stream eingerichtet, der von verschiedenen Personen aufrecht erhalten wird, immer bis der Akku leer ist, dann kommt der nächste.http://bambuser.com/v/3104680 So kann dokumentiert werden, was dort geschieht und wie die Polizei gegen die Flüchtlinge vorgeht.

Nach wie vor schweigt der große Teil der Medien dazu und verweigert die Berichterstattung. Wer nicht bei Twitter nachliest, erfährt von nichts. Zustände wie in einer Dritte-Welt-Diktatur. Wo ist Eure Chronistenpflicht? Beschränkt die sich auf den amerikanischen Wahlkampf und die Störungen durch Wirbelsturm Sandy???

Kein Mensch darf in Deutschland gezwungen werden, seinen Protest unter so unwürdigen Bedingungen zum Ausdruck zu bringen. Wer zu uns flüchtet, aus welchen Gründen auch immer, muss hier die Möglichkeit haben, menschenwürdig zu leben und auch für seine Positionen zu demonstrieren, ohne dabei vom Staat schikaniert zu werden.

Wo führt das alles hin? Ich weiß es nicht.

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[[ Flüchtlingscamp am Brandenburger Tor

Pressemeldung der Piratenpartei zum Hungerstreik der Flüchtlinge am Brandenburger Tor:
http://www.piratenpartei.de/2012/10/29/piraten-unterstutzen-protestcamps-in-berlin-und-frankfurt-am-main/

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[[ Georg Trakl - Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht -
Das geht in Ruh und Schweigen unter.

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[[ In Duisburg lebt jedes dritte Kind in Armut

Die Negativliste der Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern wird angeführt von Gelsenkirchen. Dort wachsen 40,5 Prozent der unter Dreijährigen in Familien auf, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Im Ranking der Kinderarmut folgen Halle an der Saale mit 38,1 Prozent, Essen (34,4 Prozent) und Berlin (34,3 Prozent). In Duisburg, Dortmund und Oberhausen lebt jedes dritte Kleinkind in Armut. Das Ost-West-Gefälle verringert sich laut der Studie. Seit 2008 habe sich die Kinderarmutsquote im Osten bei unter Dreijährigen von 33,4 auf 25,5 Prozent reduziert.

Quelle: http://www.derwesten.de/politik/gelsenkirchens-ob-fordert-mehr-staatliche-hilfe-fuer-arme-kinder-id7215352.html

Weitere Informationen:
Tabelle Kinderamrut in Deutschland
Bertelsmann-Stiftung

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[[ Beteiligungsbericht

Der neue Beteiligungsbericht der Stadt Duisburg findet sich hier:
http://www.duisburg.de/vv/I_01/102010100000081470.php

Darin sind die Anteile der Stadt an den verschiedenen städtischen Tochterfimren und der Betriebsergebnis aufgezeichnet. Auch dei WAZ berichtet:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/konzern-stadt-zieht-bilanz-id7203979.html

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[[ Wie Parteien und Duisburgs OB Link die Duisburger Bürger vergraulen

Gastkommentar in der WAZ vom 10. Oktober 2010

Als Duisburgs neuer OB Link gewählt wurde, sank die Wahlbeteiligung auf einen Negativ-Rekord. Ein Duisburger Bürger prangert an, dass Link, die Stadtspitze und die Parteien durch ihr eigensinniges Handeln die Ablehnung durch die politikverdrossenen Duisburger nur verstärkt haben dürften.

Nach der Loveparade-Katastrophe wurden die Duisburger Stadtverwaltung und Politik übervorsichtig. Viele Veranstaltungen konnten nicht stattfinden, weil die bestehenden Sicherheitsvorschriften ernst genommen wurden. Es ist an der Zeit, dass die Duisburger Politiker anfangen, ihr eigenes Handeln mit der gleichen Vorsicht und dem gleichen Ernst zu prüfen und zu überdenken.

Alle waren entsetzt, als die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister auf 25 Prozent sank . Bei der Sitzung des WAZ-Leserbeirates im Juni 2012 beklagten die Oberbürgermeisterkandidaten, dass die Menschen aus der Verantwortung strömen (Lensdorf), waren aber der Meinung, dass eine geringe Wahlbeteiligung ihre Legitimation nicht einschränkt (Link). Beide waren sich einig, dass man niemanden zwingen könne, wählen zu gehen, die Parteien hätten alles getan. Einen Zusammenhang zwischen eigenem Handeln und der geringen Wahlbeteiligung konnten beide nicht erkennen.
Aus parteistrategischen Überlegungen wegbefördert

Herr Dr. Greulich und Herr Linsen mögen vielleicht qualifiziert sein , andere, die nicht im Verdacht stehen, nur aus parteistrategischen Überlegungen wegbefördert zu werden, sind es auch.

Oberbürgermeister Link, der im Wahlkampf viele Versprechen zu Offenheit und Transparenz und Neuanfang abgegeben hat, hält es für sinnvoll, die neue Geschäftsführerstelle im „Vier-Augen-Prinzip“ neu zu besetzen. Ist das der neue Stil, für den er steht?
Gemauschelt und gekungelt

Dieses Vorgehen schadet der Stadt, weil es das fatale Signal sendet, dass gemauschelt und gekungelt wird, wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit und zum Nachteil der Bürger. Genau solche Vorgänge sind es, die die Wahlbeteiligung in den Keller treiben.

Betrachtet man dann noch den Umgang der Stadtverwaltung mit dem Bürgerbegehren zum Seegrundstück in Wedau , ist das Desaster komplett. Über eine geringe Wahlbeteiligung bei der nächsten Wahl sollte sich niemand mehr wundern.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/wie-parteien-und-duisburgs-ob-link-die-duisburger-buerger-vergraulen-id7181636.html

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[[ Die kleinste Stadtbibliothek in einer Großstadt

Der Bau des Stadtfensters beginnt und die Ruinierung der Stadtbibliothek schreitet voran:

Auf den vier Etagen oben drüber wird es – Neubau hin oder her – indes deutlich nüchterner zugehen. Nach dem Rückzug der Sparkasse als nicht mehr interessierte Bauherrin hatte sich die Stadt mit Multi als dem neuen Investor auf ein reichlich abgespecktes Raumkonzept verständigt, das dann in der Fachwelt nur noch kopfschüttelnd als „die kleinste Stadtbibliothek unter den deutschen Großstädten“ bezeichnet wurde. 6400 qm Fläche für eine neu gebaute Großstadtbibliothek sind nicht viel, wenn man Vergleiche mit Essen oder Dortmund zieht, die jeweils über 17.000 Quadratmeter Fläche verfügen.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/die-arbeiten-haben-begonnen-id7117970.html

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[[ Karl Janssen geht - hoffentlich

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Karl Janssen hat offenbar das Interesse an Duisburg verloren – sofern man unterstellt, dass er jemals Interesse an unserer Stadt hatte, was man aber getrost bezweifeln darf.

Laut Meldung der Westfälischen Nachrichten bemüht er sich um eine Kandidatur für den Bundestag im kommenden Jahr.

Das Kandidaten-Karussell der CDU für die Bundestagswahl im nächsten Jahr nimmt wohl wieder an Fahrt auf: Nach Informationen unserer Zeitung stehen mit der CDU-Ratsfrau Sybille Benning aus Roxel und Karl Janssen, Dezernent für Familie, Bildung und Kultur in Duisburg, zwei in der Partei angesehene Bewerber kurz davor, ihre Kandidatur erklären zu wollen. Außerdem liebäugeln noch weitere CDU-Mitglieder mit einer Kandidatur, heißt es.

Quelle: http://www.wn.de/Muenster/Zwei-CDU-Bewerber-in-den-Startloechern-Bundestagskandidaten-Janssen-und-Benning-im-Gespraech

Dann wollen wir ihm mal alle verfügbaren Dauemn drücken, damit die städtische Kulturpolitik wieder aufatmen kann. Es wird sowieso schwer genug werden, die verbrannte Erde, die Janssen irgend wann hinterlassen wird, neu zu kultivieren.

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[[ Immobilienmanagement ruiniert weiter die Duisburger Innenstadt

Vor ziemlich genau zwei Jahren, am 25. August 2010 (http://www.dirk-weil.de/von-stadttoren-und-toren/) und am 13. Januar 2011 (http://www.dirk-weil.de/djazz-muss-schliesen-wegen-auflagen-zu-larmbelastigung) hatte ich mich schon mal dazu geäußert.

Nun ist es soweit und das Immobilienmanagement der Stadt Duisburg bietet die Fläche der zukünftig ehemaligen Duisburger Stadtbibliothek zum Kauf an: Das Immobilienmanagement erwartet ein Mindestgebot von 5,6 Mio Euro. Dieser Mindestkaufpreis richtet sich nach dem Verkehrswert und wurde in einem Wertgutachten festgestellt. Die Gesamtfläche des Grundstücks beträgt 2559 Quadratmeter, die gesamte Nutzfläche rund 10.800 Quadratmeter.
Aus Sicht der Stadtplaner wird an dieser Stelle eine innenstadtspezifische Einzelhandelsnutzung mit Schwerpunkt Textilhandel bevorzugt, wobei auch weitere Dienstleistungen und/oder Gastronomie denkbar seien, heißt es in der Ausschreibung. Die Nutzfläche soll mindestens 6000 Quadratmeter betragen. Dem Bewerber bleibe freigestellt, weitere Flächen rund um das Gebäude – auch südlich der Börsenstraße – ebenfalls zu erwerben. Dem Vernehmen nach gibt es bereits Interessenten, wobei auch denkbar ist, dass eine Verbindung zum Forum geschaffen wird.

Was wir bekommen werden ist also noch ein überflüssiges Shoppingcenter, von dem nicht Duisburg oder seine Bürger profitieren, sondern nur der Erbauer. Ich möchte fast wetten, dass das wieder mal Multi-Developement sein wird. Zwar ist das letzte Shopping-Paradies noch immer nicht vermietet und es zeichnet sich auch ab, dass das nichts wird, trotzdem wird schon ein weiteres Einzelhandelszentrum geplant.

Dass das djazz kaputt gemacht werden musste, damit man das neue Shopping-Center and as Forum anschließen kann, wird auch immer klarer: Damit liegt das Grundstück zwischen den Handelslagen City, dem Salvatorweg als Anbindung an das Wallquartier mit der Königsgalerie und der Börsenstraße als Anbindung an den westlichen Eingang des Einkaufszentrum Forum

Dann muss als nächstes nur noch die Bebauung westlich der Düsseldorfer Straße abgerissen werden, damit eine direkte Verbindung vom Forum zur Königsgallerie ermöglicht wird.

Die Stadt erwartet von einem potenziellen Investor eine hochwertige Architektur und Fassadengestaltung.
Am Ende haben wir dann noch so ein Ding aus Glas und Stahl und Beton, dass den Charme eines amerikanischen Bundesgefängnisses verströmt und indem sich dann die immer gleichen Ketten finden mit den immer gleichen Waren: gesichtslos, austauschbar, überflüssig – und das ist nur dann das Ergebnis wenn es gut läuft. Das ist vielleicht das Duisburg des Immobilienmanagements, aber nicht meins.

Das Angebot des Immobilienmanagement findet sich unter:
http://www.duisburg.de/micro2/imd/investoren/bereich2/102010100000393952.php

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[[ Die SPD und die Demokratie

Nach 32 Jahren in Parlamenten setzt sich Hans Pflug, SPD nun zur Ruhe. 14 Jahre war er Mitglied des Bundestages, davor 18 Mitglied des Landtages NRW. Quelle: http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/P/pflug_johannes.html

Berufspolitiker vom Schlage eines Hans Pflug sind sicher selber auch so einige Betrachtungen wert, darauf komme ich vielleicht noch mal zurück.

Viel interessanter finde ich den Kommentar von SPD-Geschäftsführer Jörg Lorenz zum Verfahren der Neubesetzung des Direktkandidatenpostens. Eine Direktkandidatur ist in Duisburg – auch bei ständig sinkender Wahlbeteiligung – für einen SPD-Kandidaten noch immer eine sichere Bank. Deshalb geht auch sofort das Gedrängel los, wer Pflug nun beerben darf.

derwesten.de berichtet:

Die Suche [nach einem Nachfolger]bei der SPD hat längst begonnen. Dabei hat der Vorstand auch darüber diskutiert, ob die Basis bei der Nominierung stärker beteiligt werden soll. Denn seit der Reform im Vorjahr sind auch Vorwahlen oder Direktwahlen von Kandidaten möglich. Am Ende aber bleibt erstmal alles beim alten, die SPD hält an dem üblichen Delegierten-Prinzip fest. „Wir haben festgestellt, dass alles andere keinen Gewinn für die Demokratie bedeutet“, sagt Geschäftsführer Jörg Lorenz der NRZ. So könne zum Beispiel aus einer Direktwahl derjenige als Sieger hervorgehen, dem es schlicht gelingt, die meisten Mitglieder in den Saal der Nominierungskonferenz zu bringen.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/mdb-ade-id6963678.html

Lieber Herr Lorenz, das läßt ja tief blicken. Bei Wahlen gewinnt immer der, dem es schlicht gelingt, die meisten Wähler an die Urne zu bringen. Und das ist nicht schlicht, dass ist Demokratie. “Schlicht” ist da eher Ihr Demokratieverständnis. Wahlen dürfen alles, nur nichts verändern.
Jaja, ich versteh schon, Wahlen sind nun aber auch sowas von lästig, da kann jeder einfach so mitreden. Dass das für “Politik-Manager” nur ein Karrierestörendes Element ist ist klar.

Trotzdem, danke für die offenen Worte. Nur selten äußert sich ein Berufspolitiker wie Pflug oder Lorenz so offen zu seinem Verständnis von Demokratie und Wahlen.

Aber die Basis darf doch mitreden:

Die Kandidatenkür will die SPD dennoch auf breitere Beine stellen. „Im Herbst wird es drei Bezirkskonferenzen für alle Mitglieder geben, auf denen sich die Kandidaten vor- und zur Diskussion stellen werden“, sagt Lorenz. Eine direkte Abstimmung wird nicht möglich sein. Die Basis könne aber ihr Votum über die Ortsvereine weiterleiten. „Die Ortsvereine können ihren Delegierten einen Auftrag mitgeben“. Die Entscheidung, wen die SPD bei der Wahl ins Rennen schickt, fällt am 13. November. Dann treffen sich die 270 Delegierten in der Rheinhausen-Halle. Für Prominenz aus Berlin ist an diesem Tag gesorgt, Parteichef Sigmar Gabriel will dabei sein.

Mitreden versteht sich, nicht mitentscheiden!

Da frage sich niemand mehr, warum der Duisburger Norden, Pflugs Wahlkreis seit Jahrzehnten, landes- und bundesweit, zuletzt bei der Wahl zum Duisburger OB, zu den Wahlkreisen mit der niedrigsten Wahlbeteiligung gehört.

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[[ Rede von Sören Link zum zweiten Jahrestag der Loveparade-Katastrophe

Zugegeben: Auch wenn ich Sören Link nicht gewählt und ihn mir nicht als Oberbürgermeister gewünscht habe, seine Rede war in Ordnung – und das nicht nur an dem gemessen, was Adolf Sauerland abgeliefert hat. Er hat gesagt, was gesagt werden musste, was schon vor zwei Jahren hätte gesagt werden müssen. Und das ist gleichzeitig auch der Grund, weshalb seine Rede enttäutscht, weil sie inhaltlich noch auf dem Stand von vor zwei Jahren ist. Aber das geht wohl nicht anders, man kann den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen. Sören Link ist gestern den ersten Schritt gegangen, endlich. Das ist viel wert.

Magnolienbäume auf der Bahnhofsplatte sind eine nette Geste, mehr nicht. In Zukunft – und das sollte er nicht auf die lange Bank schieben – muss er seinen Worten Taten folgen lassen. Link sagte:
Und dazu gehört ganz konkret, alles zu tun, um die Aufarbeitung des 24. Juli 2010 zu unterstützen und voranzubringen. Rückhaltlos und transparent. Ich stehe heute hier, um das für meine Stadt zu versprechen.
Noch immer ist Rechtsdezernent Wolfgang Rabe in Amt und Würden. Auf die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft hat der Oberbürgermeister keinen Einfluss. Viele Dinge gehören aber zur Aufarbeitung, die fern von jeder Justiziabilität sind. Hier müssen noch zahlreiche Konsequenzen gezogen werden.
Duisburg darf nicht noch einmal Glaubwürdigkeit und Anstand verlieren. Deshalb bleibt zu hoffen, dass Sören Link seinen Worten Taten folgen läßt.

Die gestrige Rede von Sören Link zum zweiten Jahrestag der Loveparde-Katastrophe kann man hier nachlesen:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/die-rede-von-duisburgs-ob-soeren-link-zum-zweiten-jahrestag-des-loveparade-ungluecks-id6915297.html
oder hier:
http://www.duisburg.de/news/102010100000391950.php
Bei Radio Duisburg kann man sie auch nachhören:
http://www.radioduisburg.de/Loveparade-Gedenkveranstaltung.1673.0.html

Einen Überblick über den tag finden Sie hier:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ob-soeren-link-bittet-loveparade-opfer-am-zweiten-jahrestag-der-katastrophe-um-entschuldigung-id6911653.html

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[[ Jahrestag

Morgen jährt sich die Katastophe auf der Loveparade zum zweiten mal. Vieles hat sich verändert und vieles bleibt noch zu tun. Adolf Sauerland wurde von den Bürgern aus dem Amt gewählt, aber alle anderen Verantwortlichen sind noch in Amt und würden. Auch der neue Oberbürgermeister beruft sich auf das Gutachten, das die Stadt entlastet. Die Polizei hat ihre Ermittlungen beendet, die Staatsanwaltschaft arbeitet weiter. Wann es juristisch zu einem Ergebnis kommt, ist offen. Noch immer erinenrn die Schilder mit den Abschnittsnummern am verfallenden alten Güterbahnhof an den Tag vor zwei Jahren. Das Gelände für die Gedenkstätte ist gesichert, in Kürze werden die Bagger anrollen und das Gelände grundsätzlich verändern.
Die Trauerfeier zum zweiten Jahrestag kann nun auch in der Mitte der Stadt vor dem Stadttheater stattfinden. Das ist gut so. Das wäre vielleicht aber auch schon möglich gewesen, wenn manch einer, der nun in vorderster Reihe gedenkt, auch schon eher mal öffentlich das Wort ergriffen hätte: für Verantwortung und für die Opfer und Hinterbliebenen. Die Versicherung hat noch imemr nicht die Opfer entschädigt – soweit das überhaupt möglich ist. Stadtverwaltung, Polizie und Lopavent halten noch imemr Informationen zurück, auch wenn der Ablauf des Unglücks weitestgehend geklärt ist.
Nach zwei nun mehr zwei Jahren brauchen die Menschen Frieden: Die Mensche, die auf der Loveparade verletzt wurden, die Menschen, die Angehörige verloren haben und auch die Menschen, die in dieser Stadt leben. Aber Frieden, der kein falscher ist, wird es nur geben, wenn die Verantwortlichen endlich ehrlich sind und offen sprechen. Diesen Konflikt gilt es auszuhalten: Weitere Aufklärung und Aufarbeitung, auch jenseits der juristsichen Verantwortung, zu fordern und sich trotzdem nicht daran aufzureiben.

Gehe ein in Deinen Frieden,
schlafe Deinen guten Schlaf.
Ruh Dich aus von Deiner Arbeit,
und gesegnet sei die Nacht.
Mondlich fließt herab vom Himmelszelt
und der Tau glänzt auf unserm Feld.
Preist den Tag und die Nacht,
preist die Nacht und den Tag,
preist die Sonne, preiset die Erde,
preist den Herrn aller Welten.
Amen, Amen.

Update 24. Juli 2012:
Ganz erstaunlich gestern Abend war die bedrückende Atmosphäre des Ortes. Kaum trat man aus dem Tunnel auf den Platz, lastete etwas schwer auf einem. Obwohl die nacht der 1.000 Kerzen gut besucht war, war es sehr ruhig. Alle sprachen leise, wie in einer Kirche.

Thomas Richter schreibt einen kurzen Bericht unter
Loveparade
Trauer um Loveparade-Opfer in der “Nacht der 1000 Kerzen”
24.07.2012 | 10:24 Uhr
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/trauer-um-loveparade-opfer-in-der-nacht-der-1000-kerzen-id6911507.html
Dazu gibt es Bilder von Stefan Eickershoff.

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[[ Vom bitteren Geschmack und neuen Stil,
oder: Wem gehört die Stadt – Teil 2

Die gestrige Ratssitzung lässt noch immer einen bitteren Geschmack zurück.

Zu schnell war alles zum Thema gesagt. Eine politische Debatte, die den Namen verdient, fand in diesem Parlament nicht statt. Wer nicht an den Ausschuss-Sitzungen teilgenommen und auch nicht in den letzten Tagen im Ratsinformationssystem nachgeschaut hatte, konnte auch nicht erkennen, worum es eigentlich ging. So war auch viel Geschwurbel zu hören, denn niemand traute sich auszusprechen was passiert war.

Krieger hat das Gelände gekauft und seinen Möbelmarkt geplant, als gesetzlich eine Obergrenze für 10% Randsortiment galt. Man muss also davon ausgehen, dass das so für ihn in Ordnung war. Das Gesetz wurde zwischenzeitig geändert.

Kurz vor der – wann eigentlich? – kurzfristig einberaumten Sondersitzung zur Entscheidung über das Gelände, kündigt Krieger die Gespräche zur Gedenkstätte auf und nimmt alle Zusagen zurück.

Dann handelt der neue OB Sören Link – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – einen Kompromiss aus und glaubt, damit seine erste Heldentat begangen zu haben. Doch wie sieht der Kompromiss aus? Obwohl ursprünglich nur 10% Randsortimente geplant hatte, ist eine Verdoppelung auf 20% nun das entscheidende Detail, mit dem das ganze Projekt steht und fällt.

Gegenüber der WAZ hatte Investor Kurt Krieger vor der Ratsentscheidung deutlich gemacht, dass er das Projekt in dem Moment beenden würde, wenn der Anteil des Randsortiments per Ratsbeschluss auf 10 Prozent der Verkaufsfläche beschränkt würde.
Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-freiheit-wackelte-id6844799.html

Bei der Gesamtfläche, die Krieger für sein Möbelparadies zur Verfügung stehen, ist der verzicht auf die 660 qm für die Gedenkstätte eine Kleinigkeit. Dafür bekommt er aber eine Verdoppelung seiner Randsortimente. Durchgesetzt hat er das mit der Drohung, das ganze Projekt zu kippen und der Loveparade Gedenkstätte als Geisel. Ich halte das für einen eindeutigen Sieg von Krieger. Die Stadt Duisburg hat sich von ihm erpressen.

Die CDU spricht sich gegen die Erhöhung des Randsortiements aus, aber leider aus den falschen Gründen. Ihr geht es um den Schutz der Händler in der Innenstadt. (Die Randsortimente von Herrn Krieger werden noch das geringste Problem für den Einzelhandel in der Innenstadt werden, aber das ist ein anderes Thema).

Ist das der neue Stil von Herrn Link? Ist es dass, was er unter einem Neuanfang versteht, dass die Stadt sich hinter verschlossenen Türen erpressen lässt? Dass mal wieder Investoren bestimmen, wo es in der Stadt lang geht? Dass man oben drein noch dankbar sein muss, überhaupt eine würdige Gedenkstätte zu bekommen? Dann hätte man sich den ganzen Aufwand um die Abwahl von Adolf Sauerland sparen können. Was daher kommt wie der erste große Erfolg des neuen OB und seines neuen Stils ist in Wahrheit seine erste Niederlage.

Allen voran die SPD hatte kein Interesse daran, einen unabhängigen Kandidaten aufzustellen. Die Versuchung, selber an die Macht zurück zu kehren war zu groß. Das hat die SPD erreicht, weil zu viele bereits aufgegeben haben.

Wieder hat der Rat der Stadt Duisburg versagt. Wie schon bei der Loveparade und ihrer Aufarbeitung folgt er blind den Wünschen von Investoren. Statt “Lassen Sie die Bagger rollen!” hätte die Botschaft an Krieger lauten müssen: “Wir lassen uns nicht erpressen. Bauen Sie Ihr Möbelparadies mit 10% Randsortiment oder gar nicht!” Hätte der Rat der Stadt geschlossen auf dieser Position gestanden, bin ich sicher, Krieger hätte mit 10% Randsortiment gebaut. Dafür braucht es aber mehr Kompetenz und mehr Mumm als in diesem Rat zu finden sind.

Wenn diese erste “Amtshandlung” von Sören Link symptomatisch war, dann gute Nacht Duisburg. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann Krieger die Stadt das nächste Mal erpresst. Wie lange wird es wohl dauern, bis Ikea und Ostermann Gleichbehandlung und ebenfalls eine Erhöhung ihrer Randsortimente fordern? Wie lange wird es dauern, bis andere auf die Idee kommen, was mit Möbeln funktioniert, geht auch in anderen Branchen?

Es ist gut, dass die Gedenkstätte nun kommt wie sie kommt, aber man hätte dafür nicht diesen Preis bezahlen dürfen.

Vor einiger Zeit hatte ich hier gefragt: Wem gehört die Stadt? Nun weiß ich es, sie gehört Kurt Krieger. Leider.

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[[ Wie viel Tand ist ein Leben wert?

Nun haben wir also einen neuen Oberbürgermeister. Mit hoch rotem Kopf und Amtskette um den Hals leitete Sören Link heute seine erste Ratssitzung. Nach den feierlichen Worten zu Beginn, versprach Link, der 4. Juli 2012 sei ein Neubeginn in Duisburg. Neubeginn müsse man aber auch zulassen. Seine große Rede mit programmatischen in inhaltlichen Impulsen will er im September auf der nächsten regulären Sitzung halten. Link sagte, er wolle Anwalt der Fairness im Umgang sein, er stehe für einen neuen Stil: zuhören, zusammenführen, ansprechbar sein. Nur im Dialog ließen sich Lösungen finden.

Auf der Sitzung der WAZ-Leserbeirates hatte Sören Link zugesagt, sich als Moderator zwischen der Firma Krieger und den Opfern und Hinterbliebenen der Loveparade-Katastrophe bei den Gesprächen über die Gedenkstätte einzuschalten. In den letzten Tagen muss er sehr aktiv gewesen sein. Statt 100 qm werden die Gedenkstätte nun 660 qm zur Verfügung stehen.

Das ist gut und richtig und es ist gut, dass Sören Link das erreicht hat. Ich nehme diese Nachricht mit großer Erleichterung auf, da ich mir nicht sicher war, in wie weit sich Rat und Verwaltung für die Gedenkstätte einsetzen. Wer immer im Hintergrund da mitgemischt hat – und wer nicht – bleibt unklar.

Aber: Jedes Ding hat seine zwei Seiten. Den 660 qm für die Gedenkstätte hat Krieger nicht umsonst zugestimmt. Der Rat der Stadt wäre rechtlich in der Lage gewesen, diese Fläche als Grünfläche auszuweisen, dann hätte Krieger, auch wenn Grund und Boden ihm gehören, keine Möbel verkaufen können. Dazu war man aber anscheinend nicht bereit, zumal Krieger gedroht hatte, wenn er nur 10% Fläche für Randsortimente, also Handtücher, Kerzen, Geschirr, alles was man sonst noch im Möbelhaus kaufen kann, genehmigt bekommt, würde er das ganze Projekt ruhen lassen.

Zum Schutz der Händler in der Innenstadt hat die CDU einen Antrag eingebracht, diese Randsortimente auf 10% der Fläche zu begrenzen, dem die anderen Fraktionen nicht zustimmen wollten. Die Grünen enthielten sich: wischi-waschi – nach allen Seiten offen und für nichts verantwortlich.

Letztlich sieht es so aus: Die Fläche für die Gedenkstätte hat Krieger sich für die Zustimmung zu 20% Fläche für Randsortimente abkaufen lassen. Es ist gut, dass die Fläche nun zur Verfügung steht, aber diesen Preis dafür zu zahlen, ist zynisch.

Wie viel Tand ist ein Leben wert?

Kann würdiges Gedenken mit Verkaufsfläche für Billigschrott erkauft werden?

Beides existiert nebeneinander und muss ausgehalten werden, so schlimm das auch ist. Trotzdem empfinde ich diesen Kuhhandel als unmoralisch, habe ich kein gutes Gefühl dabei. Ja, es ist erreicht, die erforderliche Fläche ist gesichert, aber es bleibt ein bitterer Geschmack zurück. Vielleicht wäre eine moralisch einwandfreiere Lösung möglich gewesen, wenn die Mitglieder des Rates sich eindeutiger auf die Seite der Loveparade-Opfer und Hinterbliebenen gestellt hätten. Ich weiß es nicht.

Der Witz des Tages gebührt wieder mal dem Grünen Kantel: Er dankte ausgerechnet Dr. Peter Greulich für seine Bemühungen und die Unterstützung der Loveparade-Opfer und Hinterbliebenen. Bescheiden wie er ist, winkte Greulich ab, es sei eine Gruppenleistung gewesen.

Weitere Berichte:

Stadtentwicklung: Duisburger Freiheit wackelte
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-freiheit-wackelte-id6844799.html

Loveparade: Stadtrat beschließt 660 statt 100 qm Platz für Loveparade-Gedenkstätte
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/stadtrat-beschliesst-660-statt-100-qm-platz-fuer-loveparade-gedenkstaette-id6843090.html

Vereidigung: Duisburgs neuer Oberbürgermeister Sören Link will „Anwalt der Fairness“ sein
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburgs-neuer-oberbuergermeister-soeren-link-will-anwalt-der-fairness-sein-id6844715.html

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[[ Das Gesicht des Neuanfangs

Das ist also der Neuanfang, für den viele Duisburger zwei Jahre gekämpft haben. Er trägt das gesicht von Sören Link,, den nicht mal jeder fünfte Duisburger zum Oberbürgermeiste haben möchte.

Anzahl Prozent Proz. Wahlber.
Wahlberechtigte 364.919
Wähler/innen 93.962 25,75 25,75
ungültige Stimmen 2.475 2,63 0,68
gültige Stimmen 91.487 97,37 25,07
Link, SPD 65.831 71,96 18,04
Lensdorf, CDU 25.656 28,04 7,03

Aber gewählt ist gewählt:
Doch auch wenn nur ein Bruchteil der Bevölkerung letztlich den neuen OB bestimmt: Ein Legitimationsproblem sieht Link im Falle seiner Wahl darin nicht.
Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/leserbeirat-fuehlt-duisburger-ob-kandidaten-auf-den-zahn-id6797194.html

Das die geringe Wahlbeteiligung schlicht und ergreifend an der angebotenen Auswahl liegen könnte, daran denkt herr OB Link nicht.

Seit ungefähr dem Jahr 2000 kommt die SPD bei Wahlen auf ca. 65.000 Stimmen. Das Ergebnis der Wahl hängt seit dem immer davon ab, wie sehr die anderen Parteien ihre Wähler mobilisieren können. Weder der Weiter-so-CDU noch denen, die einen echten Neuanfang wollten, ist es gelungen, entsprechend viele Menschen auf die Beine zu bringen.

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[[ Gedenkstätte oder Shopping-Paradies - plötzlich geht es schnell

Möbelläden im Schnelldurchgang

Beim Gespräch der OB-Kandidaten Link und Lensdorf mit dem WAZ-Leserbeirat waren beide der Meinung, der neue OB müsse als Moderator für die gespräche zwischen Krieger und den Loveparadeopfern zur Verfügung stehen. Krieger hatte kürzlich die Gespräche abgebrochen und alle bereits erreichten Kompromisse abgesagt. (http://duisblog.du.funpic.de/wp/?p=1813) Wie erst jetzt bekannt wird, muss sich der neue OB, wer das auch werden wird, bei seiner Moderatorenfunktion aber beeilen, denn in der selben Sondersitzung des Rates wird zuerst der neue OB vereidigt und gleich danach über die Zukunft des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes entschieden.

In meinen Augen hat das ganze Methode: Krieger gibt sich als verständnisvoller Gespächspartner, deutet Kompromisse an und geht auch die Opfer zu. Doch wenn es ernst wird, nimmt er alles zurück und es bleibt keine Zeit mehr, irgendwie einzugreifen.

Es sei denn der Rat der Stadt Duisburg schreitet ein. Der Rat kann festlegen, auf welchem Teil des Geländes ein Möbelhaus und auf welchem Teil eine Gedenkstätte gebaut wird – auch wenn das Gelände Krieger gehört. Da Krieger aber die Mitgleider des Rates persönlich anruft und für seine Ziele Mund zu Mund beatmet, habe ich wenig Hoffnung, das der Rat sich im Sinne der Opfer und Hinterbliebenen einbringt.

Dabei ist es enorm wichtig, nicht nur für die Opfer und Hinterbliebenen, sondern für alle Duisburger, dass der Unglücksort nicht unter den Teppich gekehrt wird, dass der Unglücksort offen und sichtbar in der Stadt bleibt, als Symbol des offenen Umgangs damit, an dem es bis heute mangelt.

Der Rat der Stadt Duisburg muss sich am nächsten Mittwoch, 4. Juli 2012, hinter die Interessen der Opfer und Hinterbliebenen und aller Duisburger stellen und dafür sorgen, dass eine würdige Gedenkstätte gebaut werden kann.

Weitere Infos: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/stadt-will-krieger-plaene-fuer-moebelhaeuser-durchdruecken-id6817939.html

Unnötig zu erwähnen, dass ich das gesamte Kriegerprojekt für mehr als fragwürdig halte – die Einwände der IHK sind mehr als berechtigt. In Verbindung mit Ostermann in Hamborn, Ikea-Erweiterung und FOC dürfen wir uns dann schon auf die XXL Sonnenstudios und Spielhallen im Forum freuen.

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[[ Massenpanik vs. Massenbeben - Neues Gutachten zum Unglück auf der Loveparade

derwesten.de berichtet heute über eine nicht beauftragte Untersuchung des Schweizer Wissenschaftlers Dirk Helbing über die Ursachen dre Katatstrophe auf der Loveparade.

Loveparade
Soziophysiker hält „Massenpanik“ nicht für Ursache der Loveparade-Katastrophe
28.06.2012 | 10:56 Uhr

Die Tragödie geht nicht auf eine Massenpanik zurück, sondern auf ein Phänomen, das Helbing als „Massenbeben“ bezeichnet.

„In den Filmen sieht man, dass die Ursache der Katastrophe keine wild gewordene Menschenmenge war“, so Helbing. Die meisten Menschen hätten insgesamt vernünftig gehandelt, als sie versuchten, einen Weg aus dem Gedränge zu finden.

„Das Problem mit dem Begriff Massenpanik ist, dass damit der Masse eine Mitschuld übertragen wird“, glaubt Helbing. Das erschwere, „dass aus den Ereignissen die erforderlichen Lehren gezogen werden, welche die Sicherheit künftiger Massenveranstaltungen erhöhen“. In Duisburg hätten organisatorische Probleme zum Gedränge geführt, Maßnahmen zur Bewältigung der Situation nicht zuletzt aufgrund von Kommunikationsproblemen nicht gegriffen.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/soziophysiker-haelt-massenpanik-nicht-fuer-ursache-der-loveparade-katastrophe-id6817674.html

Die ZEIT führt ein Interview mit Helbing, nachzulesen unter:
http://www.zeit.de/wissen/2012-06/loveparade-massenpanik-analyse/komplettansicht?print=true

Helbings Untersuchung (in Englisch) findet sich – in vorläufiger Form – unter
http://www.epjdatascience.com/content/pdf/epjds7.pdf

Ein Abstract ist hier zu finden:
http://www.epjdatascience.com/content/1/1/7/abstract

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[[ Walter Brune gegen FOC - Outlet-Center in Duisburg

Heute berichtet der WDR, dass auch der Architekt Walter Brune sich gegen das FOC ausgesprochen hat.

http://www.wdr.de/studio/duisburg/nachrichten/index.html#r2


Das Outlet-Center in Duisburg bekommt weiter Gegenwind. Die Bewohner der vom Abriss bedrohten Siedlung im Stadtteil Hamborn bekommen prominente Unterstützung vom Düsseldorfer Architekten und Städteplaner Walter Brune. Brune ist einer der renommiertesten deutschen Einzelhandelsarchitekten. Er bezeichnet den geplanten Siedlungsabriss als Mord an der eigenen Stadt. Vielmehr brauche Duisburg eine florierende Innenstadt, um Kaufkraft und Arbeitsplätze zu steigern. Das werde aber gerade durch das Outlet-Center verhindert. Brune fordert die Politiker zur Einsicht auf und verschickte bereits einen entsprechenden Appell per Brief an alle Stadtratsmitglieder.

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[[ Unverständnis

Liebe Duisburger,

manchmal verstehe ich Euch nicht.

Zwei Jahre habe nicht nur ich darauf hin gearbeitet, dass es in dieser Stadt die Möglichkeit zu einem Neuanfang gibt, und zwei Drittel von Euch gehen einfach nicht hin? Wieso wählt Ihr einen ab, wenn Ihr dann keinen neuen haben wollt?

Seit über einem Jahr ahnte ich schon, dass es so ausgehen würde. Die Abwahl von Adolf Sauerland wäre dann erfolgreich gewesen, wenn heute die Wahlbeteiligung hoch gewesen wäre. Dann hätten die Bürger Demokratie gelebt. Aber so?

Es wurde nur wieder “bewiesen”, dass Wahlen sowie so nichts ändern. Ja wie denn auch, wenn Ihr nicht hingeht???

Ich kann Euch daher auch gleich sagen, wie es weitergeht: So wie immer! Dr. Greulich wird sein überbezahltes Versorgungspöstchen irgend wo bei einer Stadttochter bekommen und auch Karl Janssen, der Totengräber der Duisburger Kultur, wird eine zweite Amtszeit antreten. Herbert Mettler wird da schon was auskungeln.

Und am Ende der Sparorgie wird Duisburg vollkomen ruiniert, dafür aber noch immer nicht schuldenfrei da stehen. Wartet’s nur ab.

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[[ Wählen gehen !!!

Liebe Duisburger,
bitte gehen Sie heute wählen. Machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch.

Wählen Sie Michael Rubinstein.

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[[ Gewerbeimmobilien in Duisburg

Am 12. Juni 2012 meldet derwesten.de, dass die Firma Kölbl und Kruse sich aus dem Vertag zu Eurogate zurückzieht.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/projekt-eurogate-im-duisburger-innenhafen-ist-geplatzt-id6760750.html

Projekt “Eurogate” im Duisburger Innenhafen ist geplatzt
12.06.2012
Kölbl und Kruse begründen ihren vertragskonformen Ausstieg damit, dass es ihnen „trotz mehrfach optimierter Planungen und einiger vielversprechender Ansätze nicht gelungen ist“, einen Investor zu finden und die erforderlichen Vorvermietungsquoten zu erreichen. … Wegen der Finanzkrise und der gesamtwirtschaftlichen Situation habe es aber keine Nachfrage für die anvisierte Größenordnung gegeben. Dabei waren die Marktflächen schon von 60 000 auf 40 000 qm abgespeckt und auch eine Parzellierung in mehrere Bauabschnitte ermöglicht worden.
… Damit fällt das 14 000 qm große Grundstück zurück an die Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft IDE. … Die Stadt habe einen „längeren Atem“ als ein Privatunternehmen, so Oehmke weiter. Sie werde nun den „dritten Anlauf“ starten, nachdem 2006 eine erste Ausschreibung gestoppt und dann Kölbl und Kruse den Zuschlag bekommen hatten.
Eine Zwischennutzung für die Freitrepppe wird es nicht geben. Das kostet über 500 000 Euro.

Hochwertige Immobilienfläche, gerne auch in größerem Umfang sind in Duisburg also nicht zu vermarkten. Nur wenige Tage vorher hatten jedoch Ralf Meurer vond er GfW und Axel Quester noch gewarnt, die Situation in Duisburg sei dramatisch, es fehle an Gewerbeimmobilien.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/es-fehlt-an-neuen-buerobauten-id6739279.html

Es fehlt an neuen Bürobauten
06.06.2012
Leer stehende Bürogebäude – davon träumen Duisburgs Wirtschaftsförderer. 3,8 % beträgt die hiesige Leerstandsquote, weniger als in allen vergleichbaren Städten in NRW. … Das Problem dabei: Fragen Firmen an, die sich ansiedeln oder erweitern wollen, kann ihr Bedarf nicht kurzfristig gedeckt werden. Die Folge: Unternehmen, die Duisburg dringend brauchen könnte, sehen sich in der Nachbarschaft um.
Es fehle an Immobilien , um „eingehende Anfragen schnell und maßgeschneidert bedienen zu können“, klagt Ralf Meurer, Chef der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW), im aktuellen Gewerbeimmobilien-Marktbericht des Maklerunternehmens von Axel Quester.
2011 sind nach Quester-Angaben noch „beachtliche“ 30.000 qm neue Bürofläche in den Markt gekommen. … Für das laufende Jahr liege die prognostizierte Fertigstellung bei „guten“ 36.000 qm, doch ab 2013 sei ein „erheblicher Rückgang“ zu erwarten: „Dem kurzfristig Suchenden stehen immer weniger Flächen zur Verfügung.“ Zu erwarten seien lediglich 12.000 qm Büroneubaufläche. Quester: „Die Investitionslücke ist augenfällig.“

Ja, was denn nun?

Einerseits soll ein sogenanntes Filetstück nicht zu vermarkten sein, weil sich niemand dafür interessiert, anderseits gibt es zu wenig Gewerbeflächen? Mal ganz abgesehen davon, warum die GfW so eng mit einem Immobilienmakler zusammen arbeitet: Hat jetzt Kölbl und Kruse keine Ahnung, weil sie die Fläche nicht vermarktet bekommen oder kennen Herr Meurer und Herr Quester die Situation in Duisburg nicht?

So bleibt es wie es war: Fragen über Fragen …

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[[ Erhalt des Unglücksortes - Duisburg braucht eine Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade am Ort des Geschehens

Presseerklärung der Piratenpartei Duisburg:

Wie der Presse zu entnehmen war, hat der Besitzer des Loveparade-Geländes, Kurt Krieger, die Gespräche über die Gestaltung einer Gedenkstätte am Unglücksort mit den Opfern abgebrochen und bereits gefundene Kompromisse rückgängig gemacht. Demnach soll der Unglücksort nur als enge, bedrückende Grube erhalten bleiben, die für Betroffene kaum aufsuchbar und für Bürger kaum auffindbar ist. Damit verwirft Krieger einseitig die in Gesprächen mit den Hinterbliebenen erzielten Ergebnisse.

Dirk Weil von der Piratenpartei Duisburg erklärt: “Die Loveparade und ihre Katastrophe sind Teil der Duisburger Stadtgeschichte. Zur eigenen Geschichte gehören die guten Erinnerungen genau so wie die schlimmen. Man kann sich der eigenen Geschichte nicht entledigen, indem man sie mit einem Konsumtempel überbaut und möglichst unsichtbar macht.”

Die Piratenpartei Duisburg fordert den Rat der Stadt auf, den Plänen für das Möbelzentrum nicht zuzustimmen, so lange es keine einvernehmliche Lösung zum Erhalt der Unfallstelle gibt. Laut Gemeindeordnung NRW hat der Rat der Stadt das Recht und die Pflicht, über die Nutzung von Flächen zu entscheiden. “Wir fordern den Rat der Stadt auf, von seinem Recht Gebrauch zu machen und das erforderliche Gelände als Gedenkstätte auszuweisen”, so Weil. “Wir fordern die Mitglieder des Rates ebenfalls auf, sich aktiv bei Herrn Krieger dafür einzusetzen, die Unfallstelle entsprechend dem Entwurf Mogendorf/Spannhoff zu erhalten.”

Obwohl kein Gesetz geändert wurde, mussten als Konsequenz der Katastrophe bei der Loveparade bereits zahlreiche Veranstaltungen neu geplant und einige sogar aus Sicherheitsgründen ganz abgesagt werden. Die vorhandenen Bestimmungen zur Durchführung werden nun konsequent angewendet. “Wir Piraten wünschen uns dieselbe Konsequenz bei der Umsetzung der Loveparade-Gedenkstätte”, erklärt Gerd Ruebenstrunk, Pressesprecher der Duisburger PIRATEN. “Das Interesse der Duisburger an einer würdigen und zugänglichen Gedenkstätte ist höher zu bewerten als die kommerziellen Interessen eines Investors. Der Rat muss alle Möglichkeiten nutzen, um das Herrn Krieger deutlich zu machen, notfalls auch durch entsprechenden Druck.”

Investoren sind wichtig für eine Stadt, sie dürfen aber nicht über deren Identität bestimmen. Dirk Weil: “Deshalb appellieren wir an Herrn Krieger: Gehen Sie wieder auf die Opfer der Loveparade-Katastrophe zu, die Hinterbliebenen sowie die Verletzten und Traumatisierten. Sie werden ein großes und erfolgreiches Möbelzentrum bauen, auch ohne diesen Ort der jüngsten Stadtgeschichte auszuradieren. Alle Duisburger Bürger haben Anspruch auf den Erhalt ihrer Geschichte.”

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[[ Wem gehört die Stadt?

Im Augenblick hat man den Eindruck, dass die SPD glaubt, ihr gehörte die Stadt. Schließlich hängt ihr OB-Kandidaten an jeder zweiten Laterne.
Gehört sie den Opernfreunden oder eher der freien Kulturszene oder einer der zahlreichen anderen Gruppen, die sich durch die Sparvorschläge der Verwaltung gegeneinander ausspielen lassen?
Oder gehört sie Kurt Krieger, dem Möbelinvestor, der das ehemalige Güterbahnhofsgelände gekauft hat?
Krieger hat den Dialog über die Gestaltung der Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade aufgekündigt. Die Gedenkstätte am Ort des
Geschehens wird, nach seinen Vorstellungen, auf engstem Raum in seinem Möbelparadies versteckt: Es bleibt ein kleines Loch im Boden, leicht übersehbar – als hätte es den 24.7.2010 nie gegeben. Niemand wird damit beim Shopping belästigt, niemand muss sich Gedanken machen, niemand ist verantwortlich.
Geichzeitig hat Krieger, neben vielen anderen Veränderungen gegenüber dem früher öffentlich ausgelegten Plan, die Höhe seiner Werbetafel von 45 Metern auf 92 Meter erhöht. Damit hat Duisburg – nach Abriss des Stadtwerketurms – eine neue Landmarke.

Also: Wem gehört die Stadt?

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[[ Danke

Liebe Duisburger,

vielen Dank Ihnen allen, die mich mit Ihrer Stimme untertstützt haben. Als Direktkandidat habe ich 9.9% der Erststimmene erreicht, das ist ein sensationelles Ergebnis. Nach Erststimmen sind die Piraten nun die dritte Kraft in Duisburg – vor den Grünen, nach Zweitstimmen liegen wir kurz vor den Grünen. Das ist eine Basis. An den Piraten führt in Duisburg in Zukunft kein Weg vorbei.

Danke.

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[[ Wahlkampf-Ende

Der Wahlkampf ist – fast – zu Ende. Durch die vielen Aktivitäten und Gespräche habe ich hier leider nicht so viel berichten können, wie ich ursprünglich berichten wollte. Dafür fehlte einfach die Zeit. Das ist schade, aber auch die vielen Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen und vor allem auch mit Bürgern auf der Straße waren sehr wichtig.

Morgen auf der Königstr./Düsseldorfer Str. haben wir letztmalig vor der Wahl die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Warum Sie mich wählen sollen

Ich bin kein Politiker und ich möchte auch keiner werden. Ich kandidiere für den Landtag, weil Politik zurück in Bürgerhand gehört. Denn das ist das dumme an der Demokratie, dass man die Verantwortung nicht an eine Profi-Truppe delegieren kann. Jeder von uns trägt dafür Verantwortung, wie die Gesellschaft, in der wir leben, aussieht. Eine Demokratie ist immer nur so gut, wie die Menschen, die sich für sie engagieren. Demokratie hat man nicht, weil sie einmal eingeführt wurde, sondern sie bedarf der ständigen Hege und Pflege.

Warum Sie die Piraten wählen sollen

Ich kandidiere für die Piratenpartei, weil sie für ein anderes Menschen- und Gesellschaftsbild steht. Die anderen Parteien vertreten, teils in offenen Worten, teils in Ihren Taten, ein Neo-Liberales Weltbild: Dieser gefährliche Unsinn muss endlich gestoppt werden. Dem Neo-Liberalismus setzen die Piraten die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen und nach Chancengleichheit und best-mögliche Bildung für alle entgegen. Dabei berufen wir uns auf den Bildungsbegriff von Wilhelm von Humboldt: Bildung ist demnach ein Wert an sich und dient nicht nur der wirtschaftlichen Verwendung.

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[[ Endspurt

Die letzte Woche das Wahlkampfs hat begonnen. Mit aller (verbliebenen) Energie geht es nun in den Endspurt.

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[[ Wahlergebnisse

Drei mal wurde gestern gewählt: In Schleswig Holstein, in Frankreich und in Griechenland.

In Schleswig-Holstein sind die Piraten mit 8,4% in den Landtag eingezogen. Herzlichen Glückwunsch zu Eurem erfolgreichen Wahlkampf. In den Medien allerdings sah es so aus, als sei die FDP, die über 6% verloren !!! hat, die Gewinnerin des Abends. Was für eine seltsame Wahrnehmung.

In Frankreich wurde zum Glück Sarkozy abgewählt. All seine Bemühungen, am rechten Rand noch Wählerstimmen zu fischen, waren nicht erfolgreich genug. Die Mehrheit der Bevölkerung hat inzwischen verstanden, dass die Politik von Merkel und Sarkozy nur dazu angetan ist, Europa weiter in die Krise zu führen. Die in vielen Zeitungen heute thematisiserte Gefahr für den Euro kann ich im Wahlsieg von Hollande nicht erkennen, im Gegenteil. Mit einem starken Gegengewicht zu Frau Merkel bekommt der Euro erst wieder eine Chance.

Das dritte Wahlergebnis allerdings erfüllt mich mit Sorge. Auch wenn es nicht überraschend kam, denn auch schon in Frankreich waren die rechtsradikalen zur drittstärksten Kraft geworden. Die Greichen haben nun die neofaschistische Partei Chrysi Avgi zu einer starken Kraft in Ihrem Parlament gemacht. Das ist bitter, aber eine Folge neoliberaler Merkelscher Euro(pa)politik, die Gewinne kapitalisiert und Verluste sozialisiert. Zum Glück wurde aber die sogenannte radikale Linke stärkere Kraft im Parlament als die Rechtsradikalen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwicklung in Deutschkland anders verläuft, auch wenn mit Ralf Jägers “Stärkungspakt Stadtfinanzen” eine Griechenlandisierung der Kommunen ansteht, müssen wir mit aller Kraft dagegen arbeiten, dass rechtsradikale Parteien in zwei Jahren in die Rathäuser einziehen.

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[[ Neues Verkehrsgutachten für FOC

Nun liegt eine neues Verkehrsgutachten zum FOC vor. Es gibt bereits ein älteres Gutachten, das ebenfalls keine Verkehrsprobleme bestätigt. Dies geht allerdings davon aus, dass sie die Besucherströme des FOC auf 24 Stunden an 365 Tagen verteilen.

Siehe unter: http://duisblog.du.funpic.de/wp/?p=1626

Das fällt sofort auf, wenn man einen Taschenrechner in die Hand nimmt und nachrechnet. Das hat in der Duisburger Politik wohl niemand getan (oder gekonnt oder gewollt). Wenn das neue Gutachten genauso schön rechnet, ist es kein Wunder, das alles problemlos funktionieren wird.

Ich werde mir das neue Gutachten in Kürze genauer ansehen – wenn es veröffentlicht wird.

Der Hinweis auf das neue Verkehrsgutchten findet sich unter: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/verkehrsgutachter-sieht-keine-unloesbaren-probleme-in-duisburg-marxloh-id6621858.html

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[[ WAZ-Leserbeirat

Für die nächsten zwei Jahre bin ich Mitglied im Leserbeirat der WAZ. Montag Abend war das erste Treffen in den Räumen der Lokalredaktion. Thomas Richter berichtet unter:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/die-waz-zum-anfassen-id6589985.html

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[[ Stadt, Bürger und Identität

Nun muss für den Stärkungspakt Stadtfinanzen noch weiter gespart werden, und das wird alles treffen, was die Identität einer Stadt ausmacht. Anfang April hieß es noch, die Bürger sollen an den Sparüberlegungen beteiligt werden, per Internet und auf Haushaltstagen. Am 21. Mai soll der Rat über die Vorschläge der Verwaltung abstimmen, bis Ende Juni müssen die Vorschläge bei der Bezirksregierung vorliegen. Was da an Bürgerbeteiligung noch machbar ist, ist absehbar: Nichts – zumindest nichts entscheidendes.

Während die Stadtteile vor sich hin gammeln, pflastern Stadtverwaltung und Politik Duisburgs Mitte mit identitätslosen Einkaufszentren zu, in denen die immer gleichen Ketten die immer gleichen Waren anbieten. Bürger werden zu Konsumenten, Lebensraum zum Kaufhaus.

In dieser Situation trifft Dr. Barbian genau den Punkt, wenn er nach einer Diskussion über die “einheitliche und verbindende Identität” fragt und anmerkt, dass diese Diskussion nur durch eine engagierte Bürgerschaft geführt werden kann.

Zu befürchten ist allerdings, dass Verwaltung und Politik dies nicht hören oder verstehen (wollen).

Das gesamte Zitat von Dr. Barbian finden Sie unter:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-literaturverein-feiert-sein-100-jaehriges-id6581380.html
Ich vermisse eine öffentliche Diskussion darüber, wohin sich unsere Stadt in den nächsten Jahren entwickeln will. Dafür braucht es dringender denn je eine engagierte Bürgerschaft, die mithilft, um für unsere zerklüftete Stadtgesellschaft eine einheitliche und verbindende Identität zu finden.

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[[ Duisburger Zentralstammtisch im Fernsehen

In der Senung vom 20. April 2012 berichtet
heute in Deutschland unter dem titel Piraten im Aufwind mit Bildern auch vom Duisburger Zentralstammtisch.

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[[ Wahlprogramm

Das aktuelle Wahlprogramm der Pirtenpartei NRW finden Sie unter:

http://www.piratenpartei-duisburg.de/wahlprogramm/

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[[ Rubinstein und die Piraten

Auf der gestrigen Kreis-Mitgliederversammlung hat die Piratenpartei Duisburg mit großer Mehrheit (87,5%) beschlossen, den freien OB-Kandidaten Michael Rubinstein zu unterstützen.

Herr Rubinstein muss – genauso wie die Direktkandidaten für die Landtagswahl – Unterstützerunterschriften sammeln, um überhaupt kandidieren zu können. ich bitte deshalb darum, ihm zu helfen. Die Formulare gibt es auf seiner Homepage:

Unterstützungsformular Michael Rubinstein

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[[ Vier Direktkandidaten

So, nun ist es offiziell. Zur Landtagswahl werden die Piraten in jedem Duisburger Wahlbezirk mit einem Direktkandidaten antreten. Alle haben die erforderlichen Unterstützungsunterschriften bekommen. Ich danke Ihnen allen und hoffe, dass Sie uns weiterhin unterstützen.

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[[ Hurra, der Kasper kommt

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[[ Kunsthandwerkermarkt

Auf dem Kunsthandwerkermarkt in der Duisburger Innenstadt konnten wir viele Unterstützerunterschriften sammeln. Viele Menschen kamen zum Stand und wollten sich über die Piraten informieren. Leider ist das neue Info-Material noch nicht fertig.

Unterschriften zu sammeln an einem Infotisch ist viel leichter, als alleine mit einem Klemmbrett durch die Straßen zu ziehen und fremde Menschen anzusprechen und um ihre Unterstützung zu bitten.

In den Bezirken Mitte und Süd haben die beiden Direktkandidaten inzwischen über 140 Unterschriften gesammelt. 100 gültige Unterschriften sind erforderlich. Schwieriger ist es in den Bezirken Nord und West. Hier fehlt noch die Hälfte der erforderlichen Unterschriften.

Wenn Sie aus Nord oder West kommen, unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift und ermöglichen Sie uns die Teilnahme an der Landtagswahl. Jede Stimme zählt. Drucken Sie das Formular aus und senden es an uns zurück.

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